
(Un)gehört
Ein emotionales Projekt
„(Un)gehört“ ist ein Kunstprojekt über vertrauliches Zuhören und das Sichtbarmachen von Schmerz, Angst, Sorgen, aber auch von Freude und Glück.
Immer seltener wird heutzutage wirklich "zugehört" und Empathie gezeigt. Der Austausch über wirklich emotionale Themen findet immer seltener statt. Man "frisst es in sich rein"!
Ich höre Dir zu – ohne Kommentar, Frage, Rat oder Unterbrechung.
(Un)gehört
Jetzt wird sichtbar, was sonst keiner weiß
In 20–45-minütigen intimen Einzelgesprächen erzählst Du frei von dem, was Dich bewegt. Von dem, was Du dich vielleicht nie getraut hast, jemandem zu erzählen. Und ich höre ausschließlich zu! Aus dem Gespräch extrahiere ich die Kerneaussagen und fasse sie in wenigen Wörtern, kurzen Sätzen oder auch Textausschnitten zusammen und bringe es von Hand zu Papier.
Alles bleibt streng anonym: kein Name, kein Kontext.

In einer Ausstellung werden all diese Blätter gruppiert präsentiert:
Besucher und Besucherinnen können diese emotionale Landschaft Schritt für Schritt durchlaufen, von einem Themenbereich zum nächsten wechseln und die Vielfalt oder auch Ähnlichkeit bestimmter Gefühle direkt wahrnehmen. Und sie können eigene, anonyme Aussagen hinterlassen... Zum Beispiel die eigenen Gefühle, die sie einfach mal loswerden möchten. Diese Beiträge können später in die Sammlung integriert werden. So wächst die Installation lebendig weiter.
Das Projekt "(Un)gehört" erzeugt einen Übergang vom Privaten ins Öffentliche, bisher Ungehörtes wird erfahrbar, aus individuellen, intimen Momenten des Zuhörens entsteht eine sichtbare, geordnete Sammlung menschlicher Emotionen – anonym, aber zugleich kollektiv.
Viele Stimmen bleiben ungehört – bis sie endlich gehört und sichtbar werden.